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  • März 2021TRGS 510 „Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern“

    Die TRGS 510 „Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern“ wurde im Dezember 2020 neugefasst und am 16.02.2021 verkündet. Die alte Fassung vom 30.11.2014 ist damit vollumfänglich überarbeitet und berichtigt. Die Regel wurde neu strukturiert sowie die Anlagen 1, 2 und 6 gestrichen. Grundsätzlich gilt die TRGS 510 für das Lagern von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern inklusive den folgenden Tätigkeiten Ein- und Auslagern, Transport innerhalb des Lagers, Beseitigung eventuell freigesetzter Gefahrstoffe sowie Bereitstellung zur Beförderung, wenn die Beförderung nicht innerhalb 24 Stunden/am darauffolgenden Werktag erfolgt.

    Neu hinzugekommen ist an dieser Stelle die Bereithaltung von Gefahrstoffen in größeren Mengen, als diese für den Produktions- und Arbeitsgang angemessen sind.

    Des Weiteren wurde die Tabelle 1 neu gefasst. Sie beschäftigt sich mit der Anwendung der Abschnitte 5 bis 13 in Abhängigkeit von Art und Einstufung der Gefahrstoffe und ihrer Nettolagermenge. Für alle genannten Stoffe gibt Tabelle 1 Hinweise zur Gefahreneinstufung nach CLP-Verordnung, zur lagerfähigen Menge in Lagern mit zusätzlichen Maßnahmen nach Abschnitt 5 und 13 (wobei die Maßnahmen nach Abschnitt 13 erst ab einer Gesamtmenge aller Gefahrstoffe von mehr als 200 kg anzuwenden sind) sowie eventuelle zusätzliche/besondere Maßnahmen gemessen an der vorhandenen Menge des Stoffes.

    In Abschnitt 4.3 der Neufassung der TRGS 510 findet sich eine Zusammenfassung der Regelungen zu Zugangsbeschränkungen für besondere Gefahrstoffe gemäß § 8 Absatz 7. Die dort genannten Stoffe sind unter Verschluss zu lagern und nur fachkundigen und zuverlässigen Personen zugänglich zu machen. Für eine regelkonforme Ausführung der Zugangsbeschränkungen können Gefahrstoffe in geeigneten, abschließbaren Schränken, Lagerbereichen oder Räumen aufbewahrt werden. Außerdem empfiehlt sich eine Kameraüberwachung und eine ständig besetzte Stelle mit zusätzlichen Kontrollgängen.

    Ergänzt wurden in der Neufassung auch die Anforderungen an die Zugangsbeschränkung in Industrieparks (Abschnitt 4.3). Dementsprechend muss die Lagerung mit Werkszaun und Zugangskontrolle erfolgen. Außerdem ist in der Gefährdungsbeurteilung zu dokumentieren, welche Maßnahmen bzw. welche Kombination an Maßnahmen sicherstellt, dass nur fachkundige und zuverlässige Personen Zugang haben.