Klimaschutz­management

Unsere Leistungen

  • BESTANDSANALYSE TREIBHAUSGASBILANZIERUNG (SOLL-IST-ABGLEICH)

    Wir ermitteln mit Ihnen, wie Sie sich der Bilanzierung Ihrer Treibhausgase nähern und auf welchen bereits vorhandenen Daten Sie aufbauen können.

    KICK-OFF UND VERMITTLUNG VON GRUNDLAGENWISSEN

    GAP-ANALYSE

    • Festlegung von Bilanzgrenzen und Zielen für den Corporate Carbon Footprint und den Product Carbon Footprint (SOLL-Zustand)
    • Analyse der Datenlage (IST-Zustand)

     

     

    ABSCHLUSS

    • Erstellung eines Abschlussberichts mit Handlungsempfehlung, grober Projektplanung (Meilensteine, Wechselwirkungen) sowie transparenter Aufwandsschätzung
    • Präsentation der Ergebnisse 
  • BESTANDSANALYSE ZUM KLIMASCHUTZMANAGEMENT (SOLL-IST-ABGLEICH)

    Wir ermitteln mit Ihnen, wie Sie sich den Zielen für das Klimaschutzmanagement und der Erreichung von Klimaneutralität nähern und auf welchen bereits vorhandenen Informationen Sie aufbauen können.

    KICK-OFF UND VERMITTLUNG VON GRUNDLAGENWISSEN

    GAP-ANALYSE

    • Festlegung von Zielen für das Klimaschutzmanagement und die Erreichung von Klimaneutralität (SOLL-Zustand)
    • Analyse der Datenlage, inkl. Sichtung der Treibhausgasbilanz (IST-Zustand)

    ABSCHLUSS

    • Erstellung einer Klimaschutzstrategie und eines Projektplans
    • Präsentation der Ergebnisse 
  • KLIMAMANAGEMENT UND KLIMANEUTRALITÄT

    Wir ermitteln mit Ihnen die Treibhausgasemissionen Ihres Unternehmens und erarbeiten Schritt für Schritt eine Strategie, die Ihnen bei der Erreichung der Klimaneutralität hilft. Dabei haben wir rechtliche Anforderungen und etablierte Standards wie ISO 14067, ISO 14068, PAS 2060 oder das GHG Protocol stets im Blick und erfassen an welchen Stellen noch Handlungsbedarf für eine Zertifizierung bzw. Validierung besteht.

    ERSTELLUNG VON TREIBHAUSGASBILANZEN

    • Ermittlung des Corporate Carbon Footprints nach ISO 14064/GHG Protocol
    • Ermittlung direkter (Scope 1) und indirekter (Scope 2 und 3) Treibhausgasemissionen
    • Wesentlichkeitsbewertung von Scope 3-Emissionen
    • Vorbereitung einer Validierung bzw. Zertifizierung der Treibhausgasbilanz
    • Begleitung von Zertifizierungsaudits

    ERARBEITUNG EINER KLIMASTRATEGIE

    • Erarbeitung fundierter Zielstellungen, z.B. auf Basis der Science Bases Target initiative (SBTi)
    • Identifikation von Maßnahmen zur Vermeidung, Minderung und Kompensation von Treibhausgasemissionen
    • Entwicklung geeigneter Kennzahlen zur Ermittlung der Wirksamkeit umgesetzter Maßnahmen und zur Verfolgung der Zielerreichung

     

     

    HERSTELLUNG DER KLIMANEUTRALITÄT

    • Unterstützung bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Vermeidung, Minderung und Kompensation von Treibhausgasemissionen
    • Unterstützung bei der Umsetzung anerkannter Standards (z.B. PAS 2060)
    • Begleitung von Zertifizierungsaudits

    SYSTEMATISCHES KLIMAMANAGEMENT

    • Identifikation von Schnittstellen zu bestehenden Managementsystemen
    • Schaffung von betrieblichen Strukturen und Prozessen mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung
    • Bereitstellung von Vorlagen, Hilfsmitteln und Methoden
    • Unterstützung bei der Aufrechterhaltung des Klimamanagementsystems als Fachberater oder in der Funktion des externen Beauftragten
    • Unterstützung bei der Projektplanung und -durchführung (Aufgaben, Termine, Verantwortlichkeiten)
  • KOMPETENZERWEITERUNG UND ERFAHRUNGSAUSTAUSCH

    Wir unterstützen Sie dabei, Ihr Wissen im Bereich Klimamanagement stets aktuell zu halten. Dazu bieten wir verschiedene Formate an, welche Sie in unserem Bereich der Akademie näher einsehen können. Ob virtuell, in Ihren oder in unseren Räumen - viele Umsetzungsmöglichkeiten sind denkbar. Gemeinsam mit Ihnen legen wir die Art der Veranstaltung, den Zeitraum, das Thema sowie den Ort fest. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung möglicher Themen, aus denen wir für die Ausgestaltung Ihrer Veranstaltung schöpfen können.

    KLIMANAGEMENT UND KLIMANEUTRALITÄT

    • Grundlagen des Klimawandels
    • Rechtliche und politische Rahmenbedingungen
    • Erstellung von Treibhausgasbilanzen
    • Strategien zur Erreichung der Klimaneutralität
    • Systematisches Klimamanagement mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung

Fachexperten

OLE BREITHER

TÄTIGKEITSBEREICHE
Fachberater im Bereich Klimaschutzmanagement
Trainer / Referent

Termine

  • Termin: 03.06.2024 ONLINE-SEMINAR | TÜV SÜD Akademie | Klimamanagement

    COUNTDOWN
    12d 2h 54m

    Beschreibung:

    Ein systematisches Klimamanagement unterstützt Sie dabei, Ihre Treibhausgasemissionen zu erfassen, Reduktionspotenziale zu erschließen und dem strategischen Ziel der Treibhausgasneutralität näher zu kommen. Dafür stehen verschiedene Standards, Normen, Methoden und Werkzeuge zur Verfügung. Sie lernen, einen geeigneten Standard (z.B. ISO 14064, ISO 14067, PAS 2050, PAS 2060, GHG Protocol) auszuwählen, klimarelevante Prozesse zu erfassen und optimal zu steuern. Dieses Seminar vermittelt Ihnen Know-how und Methoden für die Erstellung von Treibhausgasbilanzen für Ihr Unternehmen und Ihre Produkte, welches Sie gezielt in der betrieblichen Praxis anwenden können. Anhand von praktischen Übungen erarbeiten Sie eigene Lösungsansätze. Sie erhalten außerdem einen Überblick über die Grundlagen des Klimawandels und die Systematik und Struktur der internationalen, europäischen und nationalen Klimapolitik und wissen, wie die betriebliche Umsetzung von Vorschriften erfolgen muss.

    • Grundlagen des Klimawandels
    • Politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen
    • Bilanzierung von Treibhausgasen
    • Wege zur Erreichung der Klimaneutralität
    • THG-Berichterstattung
    • Etablierung eines Klimamanagementsystems

    Nähere Informationen und Anmeldungen bitte unter: www.tuvsud.com

    Veranstalter:

    TÜV SÜD Akademie GmbH

    Veranstaltungsort:

    Virtuelles Klassenzimmer

    Dauer:

    3,5 Tage

    Bei diesem 3,5-tägigen Online-Seminar vom 03.06. - 06.06.2024 sind wir als Referent*innen tätig. Anmeldungen erfolgen daher direkt über den Veranstalter (TÜV SÜD Akademie GmbH).

    REFERENT*INNEN

    Referent: Ole Breither

    Ole Breither

    Fachverantwortung Energiemanagement | Fachberatung Klimaschutzmanagement

    Diplom-Wirtschaftsingenieur (Schwerpunkte Umweltmanagement & Energiewirtschaft, Produktionstechnik und Operations & Logistics Management)

    QUALIFIKATIONEN
    Energiemanagement-Fachkraft (TÜV SÜD) | Interner Auditor für Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit nach ISO 45001 (IfG GmbH)

weitere Termine

News

  • Mai 2024BMJ veröffentlicht Referentenentwurf zum CSRD-Umsetzungsgesetz

    Bis zum 06. Juli 2024 sind die Mitgliedstaaten der EU verpflichtet, eine Nachhaltigkeits-berichterstattung für kleine und mittelgroße kapitalmarktorientierte Unternehmen einzuführen, sowie die Prüfung eben jener Berichterstattung sicherzustellen. Das BMJ hat zu diesem Zweck nun einen Referentenentwurf zum CSRD-Umsetzungsgesetz (Corporate Sustainability Reporting Directive) vorgelegt.

    Damit wird die Richtlinie (EU) 2022/2464 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 und der Richtlinien 2004/109/EG, 2006/43/EG und 2013/34/EU hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (ABl. L 322 vom 16.12.2022, S. 15) umgesetzt. Bis zum 6. Juli 2024 müssen die Mitgliedsstaaten dieser Richtlinie Folge leisten.

    Das Umsetzungsgesetz sieht Änderungen am Handelsgesetzbuch, am Wertpapierhandelsgesetz und an der Wirtschaftsprüferordnung vor.

    Was ist die CSRD?

    Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) führt den Non-Financial Reporting Directive (NFRD) fort, schließt bestehende Lücken und weitet die Berichtspflicht aus. Das Ziel der CSRD ist die Einführung verbindlicher EU-Standards sowie die Erhöhung der Rechenschaftspflicht über Nachhaltigkeitsaspekte seitens europäischer Unternehmen. Die CSRD soll zudem dazu beitragen, mehr Transparenz in die Lieferkette als auch in die Vorstandsetage zu bringen. Unternehmerische Sorgfaltspflicht wird ausdrücklich nicht nur als soziale, sondern auch als ökologische Notwendigkeit betrachtet.

    Was sieht der Referentenentwurf vor?

    • Vereinheitlichte Berichtspflicht: Zukünftig wird nach EU-weit einheitlichen Berichtsstandards berichtet, die von der EFRAG (European Financial Reporting Advisory Group) erarbeitet wurden, die ESRS (European Sustainability Reporting Standards).
    • Ort der Berichterstattung & Digitalisierung: Die Nachhaltigkeitsberichterstattung erfolgt in einem separaten Abschnitt des Lageberichts. Der gesamte Lagebericht muss in einem einheitlichen elektronischen Berichtsformat, dem European Single Electronic Format (ESEF), aufgestellt werden.
    • Doppelte Wesentlichkeit: Die CSRD verpflichtet Unternehmen dazu, sowohl über die Auswirkungen der Geschäftstätigkeiten auf Menschen und Umwelt (Inside-Out) als auch über die Auswirkungen von verschiedenen Nachhaltigkeitsaspekten auf das Unternehmen (Outside-In) zu berichten. Bisher musste nur dann ein Sachverhalt in den Bericht aufgenommen werden, wenn beide Wesentlichkeitsaspekte zutrafen.
    • Prüfpflicht: Der Nachhaltigkeitsbericht wird als Teil des Lageberichts prüfpflichtig durch den Aufsichtsrat. Bei Unternehmen von öffentlichem Interesse ist zudem der Prüfungsausschuss mit einzubeziehen.
      Weiterhin muss der Nachhaltigkeitsbericht einer externen Prüfung unterzogen werden. Berechtigt dazu sind Wirtschaftsprüfer und Abschlussprüfer.
    • Berichterstattung auf Konzernebene: Tochterunternehmen sind grundsätzlich von der Berichterstattungspflicht befreit, außer sie sind kapitalmarktorientiert. Eine Besonderheit stellen zudem Tochterunternehmen dar, bei denen sich die Risiken und Auswirkungen signifikant vom Mutterkonzern unterscheiden. In diesem Fall müssen deren Risiken und Auswirkungen im Konzernlagebericht aufgeführt werden.

    Anwenderkreis und etappenweise Einführung der Berichtspflicht

    Der Referentenentwurf sieht einen gestaffelten Beginn der Berichtspflicht vor und hängt von verschiedenen Faktoren ab. So sind Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften mit ausschließlich haftungsbeschränkten Gesellschaftern berichtspflichtig, die folgende Bedingungen erfüllen:

    • im bilanzrechtlichen Sinne große Unternehmen,
    • im bilanzrechtlichen Sinne kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die kapitalmarktorientiert sind,
    • Drittstaatenunternehmen mit 150 Mio. Euro Umsatz in der EU, deren Tochterunternehmen die vorstehenden Größenkriterien erfüllen oder deren Zweigniederlassungen mehr als 40 Mio. Euro Umsatz erreichen.

    Kleinunternehmen sind von der neuen Regelung nicht betroffen.

    Insgesamt werden rund 13.200 Unternehmen von dem Gesetz betroffen sein. Die Unternehmen sind dabei zeitlich wie folgt an eine Umsetzung gebunden:

    • für Geschäftsjahre ab 2024: alle bisher berichtspflichtigen Unternehmen (einschließlich Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen) und Konzernmutterunternehmen von bilanzrechtlich großen Unternehmensgruppen und Unternehmen von öffentlichem Interesse mit mehr als 500 Mitarbeitenden,
    • für Geschäftsjahre beginnend ab 2025: alle weiteren bilanzrechtlch großen Unternehmen, Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen und Konzernmutterunternehmen,
    • für Geschäftsjahre beginnend ab 2026: kapitalmarktorientierte KMU, Kreditinstitute und Versicherungen (wobei diese Unternehmen die Möglichkeit eines Aufschubs bis 2028 haben),
    • für Geschäftsjahre ab 2028: EU-Tochterunternehmen und EU-Zweigniederlassungen von Drittstaatskonzernen.

    Den Referentenentwurf und weitere Informationen finden Sie auf der Website des BMJ. Weiterführende Informationen zur CSRD finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission (Englisch).

  • Mai 2024Berichtspflicht aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) bis Ende des Jahres (faktisch) ausgesetzt

    Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden in Deutschland unterliegen seit 2023 dem LkSG.

    Die Berichtspflicht über die Erfüllung ihrer Sorgfaltspflichten ist gemäß § 10 Abs. 2 LkSG bis zum 30. April 2024 zu erfüllen. Die betroffenen Unternehmen haben jährlich einen Bericht zu erstellen und diesen für mindestens sieben Jahre kostenlos auf der eigenen Internetseite zur Verfügung zu stellen. Der Bericht für das abgelaufene Geschäftsjahr ist spätestens vier Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres zu veröffentlichen und dem BAFA zu übermitteln.

    Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat nun erklärt, dass Verstöße gegen diese Frist bis zum 1. Januar 2025 nicht sanktioniert werden. Damit ist die Frist bereits zum zweiten Mal verschoben worden (ursprünglich bis zum 31. Mai 2024).

    Kontrollen werden erst ab dem 1. Januar 2025 stattfinden und das BAFA wird auf Sanktionen verzichten, sofern der Bericht bis zum 31. Dezember 2024 vorliegt.

    Hintergrund:

    Hintergrund dieser Fristverlängerung dürfte die nationale Umsetzung der Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) sein. Der Entwurf des deutschen Umsetzungsgesetzes sieht eine Befreiung von der LkSG-Berichtspflicht vor, sofern ein Unternehmen nach CSRD berichtet (da die Angaben weitgehend doppelt erfolgen würden). Es scheint daher, dass das BAFA das Inkrafttreten des Umsetzungsgesetzes abwartet, um Doppelarbeit für die Unternehmen zu vermeiden.

    Solche Nichtbeanstandungen sind allerdings gesetzlich nicht geregelt sind und beruhen auf keiner Rechtsgrundlage. Daher bleibt die Einhaltung der gesetzlichen Fristen der sicherste Weg, um nicht vom Wohlwollen der Behörde abhängig zu sein.

  • Mai 2024EU veröffentlicht Richtlinie gegen „Greenwashing“

    Am 6. März 2024 wurde die „Empowering Consumers-Richtlinie (EmpCo-RL)“ im EU-Amtsblatt veröffentlicht, die die Richtlinie gegen unfaire Geschäftspraktiken, speziell Greenwashing, ändert. Die EU-Staaten müssen sie bis 27. September 2026 umsetzen. Offiziell als „Richtlinie (EU) 2024/825“ bezeichnet, fokussiert sie die Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel durch besseren Schutz gegen unlautere Praktiken und durch bessere Informationen.

    Wesentliche Inhalte der EmpCo-Richtlinie:

    • Verbot genereller Umweltaussagen ohne konkreten Nachweis: Umweltaussagen wie "umweltfreundlich", "natürlich", "biologisch abbaubar", "klimaneutral" oder "ökologisch" werden ohne Nachweis verboten.
    • Neue per-se Verbote („Schwarze Liste“) für: Allgemeine Umweltaussagen; Umweltaussagen, die sich auf das gesamte Produkt beziehen, aber nur einen Teilaspekt des Produkts betreffen; Aussagen zur Kompensation von Treibhausgasemissionen; Nachhaltigkeitssiegel ohne Zertifizierung.
    • Strengere Werberegeln für Aussagen über zukünftige Umweltauswirkungen: Diese müssen messbar sein, durch einen detaillierten Umsetzungsplan untermauert und von unabhängigen Sachverständigen geprüft werden. Beispielsweise müssen Werbeaussagen wie „Wir sind klimaneutral bis 2025“ eine objektive, öffentlich zugängliche und überprüfbare Verpflichtung darstellen.
    • Stärkung der Langlebigkeit von Produkten: Forderung nach klareren Garantieinformationen sowie die Einführung eines harmonisierten Etiketts, um Waren mit verlängerter Garantiezeit stärker in den Vordergrund zu stellen.
    • Verbot unbegründeter Angaben: Über die Lebensdauer von Produkten, von Aufforderungen zum vorzeitigen Austausch von Verbrauchsmaterialien oder von falschen Darstellungen über die Reparierbarkeit von Waren.
    • Verbot von Social Washing: irreführende Behauptungen zu Arbeitsbedingungen, Menschenrechten und sozialem Engagement wird durch die Richtlinie untersagt.

    Zusätzlich befindet sich eine weitere Richtlinie gegen Greenwashing, die Green Claims-Richtlinie, im Gesetzgebungsprozess, der voraussichtlich im Herbst 2024 abgeschlossen wird. Diese soll Umweltaussagen an wissenschaftliche Nachweise und die Zertifizierung dieser Nachweise binden.

    Die EmpCo-Richtlinie wird voraussichtlich in das deutsche Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb integriert. Insbesondere werden neue Formulierungen in Anhang I des Gesetzes aufgenommen.

  • Mai 2024Harmonisierte Normen bald frei zugänglich?

    Die vom Europäischen Komitee für Normung (CEN) angenommenen harmonisierte technische Normen (z. B. DIN, ISO) müssen frei verfügbar sein. Dies ergab ein Urteil des EuGH in der Rechtssache C-588/21 P.

    Geklagt hatten die gemeinnützigen Organisationen Public.Resource.Org und Right to Know, da die europäische Kommission ihnen den Zugang zu harmonisierten technischen Normen über die Sicherheit von Spielzeugwaren verweigerte. 2021 hat das von den Klägern angerufene Gericht die Entscheidung der Europäischen Kommission noch für rechtmäßig erklärt.

    Das Unionsrecht als Urteilsbegrünung

    Das Unionsrecht gewährleistet jedem Unionsbürger, und jeder natürlichen und juristischen Person mit (Wohn-)Sitz in der EU, Zugang zu Dokumenten wie z. B. zu denen, die sich im Besitz der Europäischen Kommission befinden. Eingeschränkt wird dies durch das Recht einer natürlichen oder juristischen Person, ihr geschäftliches Interesse, einschließlich des geistigen Eigentums, zu schützen. Ausnahmen bilden ein überwiegendes öffentliches Interesse. Dies war in diesem Fall die Grundlage für die Urteilsbegründung des EuGH.

    Das Urteil besagt demnach, dass die Bürger*innen der EU das Recht haben sollten, ihre Rechte und Pflichten eindeutig zu erkennen. Da die harmonisierten technischen Normen Teil von Vorschriften sind, wie z. B. die DIN ISO 50001 im EnEfG oder EnFG, ist es zudem essenziell, dass der*die Einzelne(r) prüfen kann, dass Produkte und Dienstleistungen tatsächlich den Ansprüchen einer Vorschrift genügen.

    Auswirkungen

    Es steht die Befürchtung im Raum, dass durch solch ein Urteil die Finanzierung der Normengesellschaften gefährdet wird. Das liegt daran, dass durch die Normung oft ein hoher Aufwand entsteht, weshalb sie in der Regel entgeltlich zu erwerben sind.

    Gleichzeitig gibt es aber auch positives Feedback zum Urteil, da es mehr Transparenz und Zugänglichkeit schafft. Die EU muss nun einen freien Zugang zu den harmonisierten technischen Normen gewährleisten, was grundlegende Auswirkungen auf das Normungssystem haben wird.

    Für weitere Informationen lesen Sie die Pressemitteilung des EuGH vom 05.03.24. Hier finden Sie eine Übersicht zu den Dokumenten zur Rechtssache.

  • Januar 2024Nachhaltigkeit ganzheitlich managen - Norm für SDG-Managementsysteme in Planung

    Viele Unternehmen bemühen sich, ihren Beitrag zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) zu leisten. Seit Oktober ist ein Normausschuss der ISO damit beauftragt, einen Standard für Managementsysteme zur Erfüllung der SDGs zu erstellen. Um künftig die Integration dieses neuen Managementsystems zu ermöglichen, wird der Prozessansatz gemäß PDCA (Plan – Do – Check – Act) verfolgt und mit dem Risikoansatz kombiniert.

    Für wen ist die Norm gedacht?

    • Organisationen, die ihre Arbeit und Leistung im Hinblick auf die SDGs nachweisen und verbessern möchten
    • Organisationen, die ihre Verantwortlichkeiten bzgl. Nachhaltigkeit auf eine systematische Weise verwalten möchten

    Wobei soll die Norm helfen?

    Die ISO 53001 soll dabei helfen, die SDG-Politik einer Organisation systematisch im Rahmen eines Managementsystems nachzuverfolgen. Kernelemente sind dabei:

    • Verbesserung der Leistung der Organisation (insb. Nutzung von Innovationen)
    • Erfüllung von Compliance-Verpflichtungen
    • Erreichung ausgewählter SDG-Ziele
    • Steigerung des Erfolgs der Organisation
    • Schaffung von Vertrauen bei relevanten bestehenden und zukünftigen Stakeholdern

    Wir sehen in der ISO 53001 die Chance, Nachhaltigkeit ganzheitlich zu betrachten und den Ansatz der Wesentlichkeit in einem integrierten Managementsystem (bspw. zu Umwelt, Energie und Arbeitsschutz) zu verankern.

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