NEWS

In unserem News-Bereich finden Sie aktuelle Informationen zu Neuerungen und Änderungen aus den Themengebieten Energie-, Umwelt-,
Qualitätsmanagement, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Rechtskataster-Online und Mediation. Diese können Sie nach der farblichen Kennzeichnung
der einzelnen Themenbereiche zugeordnet filtern.

 

  • Februar 2020Veranstaltungsübersicht 2020

    Bleiben Sie auf dem neuesten Stand! Auch im Jahr 2020 haben wir wieder informative Seminare/ Webinare/ Workshops und Inhouse - Schulungen aus unseren Tätigkeitsbereichen für Sie vorbereitet.

    Eine Übersicht dazu finden Sie unter www.sr-managementberatung.de/termine/ oder als PDF-Datei.

     
  • Februar 2020Abfallmanagement

    Endlich ist es soweit - wir erweitern unser Portfolio um das Thema Abfallmanagement. Damit haben Sie unter anderem die Möglichkeit das Abfallmanagement Ihres Unternehmens auf „Herz und Nieren“ prüfen zu lassen und sich Unterstützung bei der Erarbeitung von Prozessen einzuholen. Wir helfen Ihnen mit einem Soll-Ist-Abgleich von vorhandenen Prozessen, Nachweisdokumenten und Verantwortlichkeiten Ihre Schwächen aufzudecken und in einem Abschlussbericht Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben.

    Falls Sie Fragen zu Inhalten und Unterstützungsmöglichkeiten haben können Sie sich gerne an uns wenden.

  • Januar 2020Änderung des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) vom 26.11.2019

    Bereits noch im alten Jahr wurde das EDL-G geändert. Wie gewohnt erhalten Sie dazu im Anschluss die wichtigsten Neuerungen.

    Zunächst haben sich in §2 einige Begriffsbestimmungen geändert. Dabei wurden regenerative Energiequellen in den Energiebegriff einbezogen sowie die Begriffe Energiedienstleister und Energiedienstleistung verständlicher formuliert. Weiterhin wurden die neue DIN EN ISO 50001:2018 und die letzte Grundlage der EMAS-Registrierung in den Gesetzestext aufgenommen, da sie für die Nachweisführung von den Unternehmen genutzt werden können.

    In §3 hat sich die Formulierung der Vorbildfunktion der öffentlichen Hand dahingehend verändert, dass die Maßnahmen nicht mehr in kurzer Zeit zu Einsparungen sondern zu nachhaltigen Einsparungen führen sollten.

    Der §8 beschreibt die Verpflichtung zur Durchführung eines Energieaudits. Hinzugekommen ist hier die Frist für Unternehmen, die nach dem 05.12.2015 und vor dem 26.11.2019 den Nicht-KMU-Status erreicht haben, das erste Energieaudit bis zum 26.07.2021 abzuschließen. Unternehmen die nach Erscheinen des EDL-G den Nicht-KMU-Status erreichen, müssen das erste Energieaudit 20 Monate nach der Statuserreichung umgesetzt haben.

    Zudem ist in §8 Abs. 4 die bereits angekündigte Bagatellgrenze von 500.000 kWh/a über alle Energieträger hinweg verabschiedet worden. Unternehmen, die einen Energieverbrauch von weniger als 500.000 kWh/a aufweisen, müssen nur den Gesamtenergieverbrauch in kWh/a und die Energiekosten in €/a jeweils aufgeschlüsselt nach Energieträgern ermitteln und können somit das vereinfachte Energieaudit nutzen.

    §8a beinhaltet die verpflichtende Angabe von mindestens dem Kapitalwert bei der Maßnahmenberechnung im Energieauditbericht sowie die verpflichtende Untersuchung von mindestens 90 % des Gesamtenergieverbrauchs des Unternehmens. Beides war seit Jahren Bestandteil des Leitfadens zur Erstellung des Energieauditberichtes kommuniziert und wurde nun ins Gesetz aufgenommen.

    Beim §8b wurden die Anforderungen an die Energieauditoren erweitert. So sind diese aufgefordert ihre Fachkenntnisse durch regelmäßige Fortbildungen auf aktuellem Stand zu halten. Außerdem ist die Registrierung der Energieauditoren beim BAFA ins Gesetz integriert worden.

    Ein weiteres zentrales Element der Änderung des EDL-G ist die Nachweisführung in §8c. Unternehmen müssen von nun an spätestens 2 Monate nach der Durchführung des Energieaudits durch eine Meldung an das BAFA über eine Online-Eingabemaske folgende Daten angeben:

    1. Angaben zum Unternehmen
    2. Angaben zum Energieauditor
    3. Gesamtenergieverbrauch in kWh/a aufgeschlüsselt nach Energieträgern
    4. Energiekosten in €/a aufgeschlüsselt nach Energieträgern
    5. identifizierte und vorgeschlagene Maßnahmen einschließlich der Angabe der Investitionskosten, der voraussichtlichen Nutzungsdauer und der zu erwartenden Energieeinsparungen in kWh/a und €/a
    6. Kosten des Energieaudits aufgeschlüsselt nach unternehmensinternen und unternehmensexternen Kosten

    Unternehmen, die die Bagatellgrenze in Anspruch nehmen, müssen nur Angaben zu Punkt 1, 3 und 4 übermitteln.

    Da nun auch der Beginn einer Einführung eines Energiemanagementsystems nach der DIN EN ISO 50001 als Nachweis angerechnet werden kann, wurde dies gleichzeitig an eine erfolgreiche Zertifizierung 2 Jahre nach dessen Beginn geknüpft.

    In §9 sind die Aufgaben der BAFA und des BfEE definiert und leicht angepasst worden, ohne dass dies einen größeren Einfluss auf die Unternehmen hat.

    Entsprechend der umfassenderen Anforderungen an die Durchführung von Energieaudits wurden in §12 auch die Grundlagen für Ordnungswidrigkeiten erweitert.

    Abschließend wurde §13 als Übergangsvorschrift eingeführt. Hier wurde festgehalten, dass die Energieauditoren erstmalig den Nachweis von Fortbildungsmaßnahmen bis zum 26.11.2022 und Unternehmen, die zwischen dem 26.11.2019 und 31.12.2019 das Energieaudit abgeschlossen haben, ihre Unterlagen zur Nachweisführung bis zum 31.03.2020 einreichen müssen.

  • Dezember 2019Änderung der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) in 2019

    Im Oktober 2019 wurde die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) geändert. Neben kleineren formalen Anpassungen, wie bspw. der Verweis auf das EnMS nach neuer Revision ISO 50001:2018, ist vor allem §5 betroffen. Dieser sah in der Vergangenheit eine Einführungsphase für Unternehmen vor, welche als Nachweis des EnMS ein Managementsystem nach ISO 50001 anstrebten. Diese Einführungsphase ist mit der Gesetzesänderung zum 02.10.2019 weggefallen.

     

     

  • November 2019Prüfung nach § 14 der 42. BImSchV nur durch IHK-Sachverständige oder Inspektionsstellen

    Sachverständige, Inspektionsstellen und Behörden haben den DIHK darauf aufmerksam gemacht, dass einzelne Sachverständige, die nicht von einer IHK dafür öffentlich bestellt wurden, derzeit Prüfungen von Verdunstungskühlanlagen anbieten. Das Bundesumweltministerium und der DIHK weisen darauf hin, dass entsprechende Prüfberichte rechtlich nicht zulässig sind und von den Behörden abgelehnt werden.
    Nach § 14 der Verordnung über Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider (42. BImSchV) müssen Betreiber ihre Anlagen alle fünf Jahre von einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen oder einer Inspektionsstelle Typ A überprüfen lassen. Derzeit werden entsprechende Prüfungen auch von Sachverständigen angeboten, die dafür nicht von einer IHK öffentlich bestellt wurden. Diese Prüfungen sind nach Auffassung des DIHK und des Bundesumweltministeriums nicht zulässig und wurden von ersten Landesbehörden abgelehnt. Anlagenbetreiber sollten deshalb sicherstellen, dass sie ausschließlich für das Sachgebiet bestellte Sachverständige oder Inspektionsstellen Typ A beauftragen. Entsprechende Sachverständige werden im IHK-Sachverständigenverzeichnis, Inspektionsstellen Typ A oder bei der DAkkS gelistet.

    Fazit: Bei fehlerhaften Prüfungen nach § 19 der 42. BImSchV ist von Ordnungswidrigkeiten (> 50.000 €), Straftaten (Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren), der Haftung der Geschäftsführung, bis hin zur Unternehmensstilllegung alles möglich. Bitte nehmen Sie die Verordnung nicht auf die leichte Schulter.

     [Quelle: DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V.]

  • November 2019REACH: Frist für Anforderungen für Nanomaterialien rückt näher

    Für Unternehmen kommt es ab dem 1. Januar 2020 zu weiteren Informationspflichten bezüglich Nanomaterialien im Rahmen der EU-Chemikalienverordnung REACH. Die Europäische Chemikalienagentur stellt eine mögliche Hilfestellung für betroffene Unternehmen zur Verfügung, welche registrierungspflichtige Stoffe in Nanoform herstellen oder importieren. Die neuen Anforderungen betreffen die Charakterisierung von Nanoformen, die stoffliche Gefahreneinschätzung, Informationsanforderungen zur Registrierung und Pflichten für nachgeschaltete Anwender (Annex I, III und VI - XII der REACH-Verordnung). Die Berichtigungen und Regelungen gelten sowohl für neue als auch für bereits bestehende Registrierungen, was für Unternehmen entsprechende Dossieraktualisierungen erforderlich machen kann.
    Auch dafür entwickelte die ECHA für betroffene Unternehmen bereits verschiedene Hilfestellungen und hält diese zur Unterstützung bereit. Sie finden diese unter anderem auf dem Helpdesk der ECHA. Ebenfalls weist die ECHA darauf hin, dass Unternehmen zur Informationsübermittlung für Nanoformen die neue Version des Online-Tools IUCLID nutzen müssen, welches seit dem 30. Oktober 2019 zur Verfügung steht.

    Weitere Informationen finden Sie hier: https://echa.europa.eu/de/-/get-ready-for-new-reach-requirements-for-nanomaterials

    [Quelle: DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V.]

  • November 2019Verbot leichter Kunststofftüten

    Das Bundesumweltministerium (BMU) hat einen Referentenentwurf zur Änderung des Verpackungsgesetzes vorgelegt. Damit soll das Inverkehrbringen von Kunststofftragetaschen verboten werden. Dickere Mehrwegtaschen (< 50 μm) sind von dem Verbot ausgenommen, ebenso dünnere Tüten für Obst und Gemüse. Das Ministerium befürchtet, mit einem Verbot der sogenannten dünnen "Hemdchenbeutel" würde die Obst und Gemüse Industrie bereits vorverpacken – dadurch würde noch mehr Plastikmüll entstehen. Das Verbot soll sich allein auf Kunststofftragetaschen erstrecken, die dazu bestimmt sind, in der Verkaufsstelle mit Waren gefüllt zu werden. Der Gesetzesentwurf sieht eine Übergangsbestimmung von sechs Monaten vor. Für den Verstoß gegen das Verbot können Händler mit Bußgeldern bis zu 100.000 Euro belegt werden.

  • November 2019Vorgaben der neuen EU-Ökodesign-Richtlinie

    Die EU-Kommission hat zum 01.10.2019 zehn teils neue, teils überarbeitete Durchführungsverordnungen zum Ökodesign erlassen. Dies betrifft vor allem die Themen Energieeffizienz und Reparierbarkeit verschiedener Produkte (v.a. Haushaltsgeräte).

    Dies umfasst Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kühlgeräte, elektronische Displays (u.a. Fernseher), Beleuchtung, Netzteile, Elektromotoren, Transformatoren und Schweißgeräte. Konkret muss für diese Produkte eine mehrjährige Verfügbarkeit von Ersatzteilen (mind. 7 bis mind. 15 Jahre) sowie eine Lieferfähigkeit innerhalb von 15 Arbeitstagen garantiert werden. Zudem muss der Austausch wichtiger Komponenten auch ohne Spezialwerkzeug möglich sein.

    Auch das Thema der Wasser- und Energieeffizienz ist für die betroffenen Produkte verschärft worden. So werden nun in der Verordnung Vorgaben zur Wassernutzung und Waschleistung sowie für sechs Produktgruppen zur Energieverbrauchskennzeichnung festgehalten.

    Die neuen Regeln sollen für die Hersteller solcher Geräte ab 2021 gelten. Aktuell können die EU-Mitgliedsstaaten oder das Europaparlament noch Einspruch erheben.

  • November 2019Erhöhung der EEG-Umlage für 2020

    Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben am 15.10.2019 die EEG-Umlage für das Jahr 2020 veröffentlicht. Im Kalenderjahr 2020 wird die EEG-Umlage für nicht-privilegierte Letztverbraucher 6,756 ct/kWh betragen. Damit bleibt es nur knapp unter der Rekord-EEG-Umlage von 2018 mit 6,792 ct/kWh und steigt im Vergleich zur EE-Umlage von 2019, die bei 6,405 ct/kWh lag.

  • November 2019BAFA-Merkblatt zur Ermittlung des Gesamtenergieverbrauchs

    Für die Ermittlung des Gesamtenergieverbrauchs z.B. für ein Energieaudit sind anhand des BAFA-Merkblattes folgende Punkte umzusetzen:

    1. Ermittlung des Gesamtenergieverbrauchs eines verpflichteten Unternehmens von 12 Monaten (wobei es für alle Energieträger dieselben 12 Monate sein muss und dieser vom Hauptenergieträger bestimmt wird, indem davon der letzte vollständige 12 Monatszyklus genommen werden muss)
    Verpflichtetes Unternehmen ist: immer die kleinste rechtlich selbständige Einheit, die aus handels- und/oder steuerrechtlichen Gründen Bücher führt und bilanziert, einschließlich ihrer Zweigniederlassungen, Filialen und Betriebe bzw. Betriebsteile. Rechtlich selbständige Tochtergesellschaften gelten in diesem Sinne als eigene Unternehmen.
    Gesamtenergieverbrauch muss umfassen: alle im Eigentum befindlichen, selbst genutzten sowie alle angemieteten Gebäude und Standorte, an denen Energie verbraucht wird und alle weiteren zum Unternehmen gehörenden Energieverbraucher (Anlagen, Prozesse, Fuhrpark, etc.).

    2. Umrechnung des Energieverbrauchs in kWh / a und Energiekosten € / a anhand der Umrechnungsfaktoren des Merkblatts (erfolgt im Onlineformular automatisch):
    (siehe Tabelle)
    Bei konventionellen Wärmeerzeugern ist der Heizwert und bei Wärmeerzeugern mit Brennwertnutzung (z.B. Brennwertkessel) der Brennwert.

    Nicht berücksichtigt werden müssen:

    • Energieverbrauch, der auf Flugzeugtreibstoffe und Bunkeröle für die Seeschifffahrt entfällt
    • Energie, die nicht vom Unternehmen genutzt wird, sondern lediglich an Dritte geliefert wird
    • Energieverbrauch außerhalb der Bundesrepublik Deutschland
    • Energieverbrauch internationaler Transporte, welche weder in Deutschland starten noch enden
    • Energieverbräuche von Dienstwagen, die auch privat genutzt werden
    • Energieverbrauch von geleasten Fahrzeugen
    • Energieverbräuche für den Transport von Gütern und die Beförderung von Personen, die von Dritten durchgeführt werden (dieser Kraftstoff ist im Gesamtenergieverbrauch des Dritten (sofern Nicht-KMU) zu berücksichtigen)
    • Energieverbrauch von Mitarbeitern im Home-Office

    3. Sollte nach der Ermittlung der Gesamtenergieverbrauch < 500.000 kWh sein, werden im Online-Formular nur Basisdaten abgefragt ohne zusätzliche benötigt Dokumente (ggf. erfragt  das BAFA im Nachhinein über eine Stichprobe Abrechnungsunterlagen, Tankquittungen etc. an)

     

     
  • November 2019Batterien zukünftig wie Elektrogeräte registrieren

    Alle Unternehmen, die Batterien importieren (z. B. in elektronischen Geräten oder diesen Geräten beigefügt), müssen dies im Vorfeld beim Umweltbundesamt (UBA) anzeigen. Dies geschieht online durch eine Selbst-Eintragung im Batteriegesetz-Melderegister. Mittelfristig soll diese Datenbank durch eine neue Registrierung gemäß Batteriegesetz (BattG) bei der Stiftung Elektro-Altgeräte-Register, welche bisher „nur“ für die Registrierung gemäß Elektro- und Elektronikgerätegesetz zuständig ist, abgelöst werden. Viele Unternehmen sind jedoch von beiden Regelwerken betroffen, weshalb der Gesetzgeber hier gewisse Synergieeffekte erwartet. Die vorgesehene Änderung wurde in den Arbeitsentwurf einer BattG-Novelle aufgenommen.

    Fazit: Laut Definition in den FAQ’s gilt für folgende Unternehmen die oben beschriebene Regelung (Punkt 4 in den FAQ's):

    "Hersteller im Sinne des BattG sind verpflichtet, gemäß § 4 Absatz1 BattG ihre Marktteilnahme beim Umweltbundesamt anzuzeigen. „Hersteller” ist gemäß § 2 Absatz 15 Satz1 BattG jeder, der, unabhängig von der Vertriebsmethode, gewerblich Batterien im Geltungsbereich dieses Gesetzes erstmals in den Verkehr bringt. Daneben gelten nach § 2 Absatz 15 Satz 2 BattG die Vertreiber und Zwischenhändler als Hersteller, die vorsätzlich oder fahrlässig Batterien von Herstellern anbieten, die sich nicht ordnungsgemäß nach § 4 Absatz 1 Satz 1 BattG in Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach § 20 Nummer1 angezeigt haben. Weder der Vertreiber wird hierdurch von seinen Vertreiberpflichten noch der eigentliche Hersteller von seinen Herstellerpflichten befreit (vgl. § 2Absatz 15 Satz 3 BattG)."

    Die FAQ’s finden Sie hier: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/421/publikationen/190620_uba_hg_battg-melderegister_bf.pdf

    [Quelle: IHK Nordschwarzwald]

     

  • Oktober 2019Rückblick: 10. Erfahrungsaustausch Energiemanagement

    Am 05.09.2019 war es wieder soweit – bereits zum zehnten Mal sind circa 35 Personen unserer Einladung gefolgt und haben sich zum Austausch bezüglich Energiemanagement und Energieeffizienz in Dresden beim „Erfahrungsaustausch Energiemanagement“ getroffen. Neben den Neuigkeiten aus der Gesetzgebung und Normung ging es vor allem um die intelligente und automatisierte Steuerung bzw. Kombination von Energieverbrauchern und -erzeugungsanlagen unter Berücksichtigung aktueller Trends wie Sektorenkopplung, Flexibilisierung und Elektromobilität. Abgerundet wurde das Programm durch einen Rundgang durch die Räume des Veranstaltungsortes, das Hotel INNSIDE by Melia, welches nach LEED zertifiziert ist.

    Auch in 2020 würden wir uns freuen, Sie wieder bei unserem Erfahrungsaustausch begrüßen zu dürfen. Freuen Sie sich auf spannende Themen und Experten, die das Thema Energiemanagement aus den verschiedensten Winkeln betrachten. Termine werden rechtzeitig durch uns bekannt gegeben.

  • Oktober 2019Neufassung des EDL-G nimmt nächste Hürde

    Ende September wurde im Bundesrat über die geplanten Änderungen im Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) beraten. Da der Bundesrat keinen Einspruch gegen die Novelle erhoben hat, wird mit einem Inkrafttreten noch im Laufe des Oktobers gerechnet.

    Dies sind die wesentlichen Änderungen:

    • Nicht-KMU mit geringem Energieverbrauch sollen durch die Einführung einer Bagatellschwelle von 500.000 kWh Gesamtenergieverbrauch pro Jahr entlastet werden.
    • Die Online-Meldung von den wichtigsten Daten aus dem Energieauditbericht an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erfolgt über eine nicht öffentliche Eingabe-Maske. Unternehmen, die unterhalb der Bagatellschwelle liegen, müssen hier lediglich ausgewählte Basisdaten zu ihrem Energieverbrauch melden.
    • Nach erfolgter Online-Meldung wird zudem für Unternehmen unterhalb der Bagatellschwelle automatische eine sogenannte „Management Übersicht“ erstellt. Diese beinhaltet eine kurze Übersicht der Angaben und Maßnahmen bzw. Informationen zu Einsparmöglichkeiten.
    • Es ist geplant, Best Practice-Beispiele aus der jeweiligen Branche und passende Förderprogramme für weitere Maßnahmen zu veröffentlichen und zugänglich zu machen.
    • Es wird eine Fort- und Weiterbildungspflicht für Energieauditoren eingeführt, um eine hohe Qualität von Energieaudits auch zukünftig sicherzustellen.
    • Die anstehende Novellierung beseitigt außerdem noch vorhandene Unklarheiten bei Definitionen und notwendigen Inhalten des Auditberichts und des Aufgabenkatalogs des BAFA und der BfEE.

    Quelle: https://www.bfee-online.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/BfEE/DE/Effizienzpolitik/20190927_edl-g.html

  • August 2019„ISO 50001: Leitfaden zur Planung der Energiedatensammlung und Überwachung, Messung und Analyse der energiebezogenen Leistung

    Der über den untenstehenden Download-Link erhältliche kostenlose Leitfaden soll ein Hilfsmittel für die praktische Umsetzung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001:2018 sein. Insbesondere werden die Zusammenhänge zwischen der „Planung der Energiedatensammlung“ (Kapitel 6.6 der ISO 50001:2018) und der „Überwachung, Messung und Analyse sowie Bewertung der energiebezogenen Leistung“ (Kapitel 9.1.1) im Rahmen eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001:2018 dargestellt und erläutert.

    Hier gehts zum Download

  • August 2019Informationen der Zollverwaltung zur steuerbefreiten Entnahme von Strom zur Stromerzeugung

    Gemeint ist damit Strom, der in den Neben- und Hilfsanlagen einer Stromerzeugungseinheit insbesondere zur Wasseraufbereitung, Dampferzeugerwasserspeisung, Frischluftversorgung, Brennstoffversorgung oder Rauchgasreinigung zur Erzeugung von Strom im technischen Sinne verbraucht wird. Er kann steuerbefreit entnommen werden, es ist jedoch die Einholung einer Erlaubnis im Vorhinein (z. B. vor Beginn des Steuerjahres, i.d.R einmalig) erforderlich.

    Die Generalzolldirektion (GZD) weist zunächst in ihrem Informationsschreiben (bzgl. § 9 Abs. 1 Nr. 2 StromStG in Verbindung mit § 12 StromStV) darauf hin, dass die Brennstoffversorgung (begünstigt) von der Brennstoffherstellung (nicht begünstigt) abzugrenzen ist.

    Dabei umfasst die Brennstoffherstellung die Brennstoffgewinnung und -bearbeitung.
    Fertiger Brennstoff liegt dann vor, wenn er in einer Stromerzeugungsanlage verwendet werden kann.

    Prozesse, die zur Herstellung beitragen, gelten als nicht steuerfrei. Nebenleistungen und Hilfseinrichtungen, ohne die eine Stromerzeugungsanlage nicht betrieben werden kann, sind in die Begünstigung nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 StromStG mit einzubeziehen.

    Wichtig ist der Hauptzweck der Anlage.
    Bsp. BHKW mit vorgeschalteten Biogasanlagen: Der für Betrieb Biogasanlage verbrauchte Strom dient der Gaserzeugung, „und damit nur zur Brennstoffherstellung“, damit nicht primär der Stromerzeugung. Dementsprechend ist er steuerpflichtig.

    Als typische Kraftwerke mit dem Hauptzweck der Stromerzeugung sind z. B. Kernkraftwerke, Kohlekraftwerke, Windenergie- oder Photovoltaikanlagen aufgeführt.

    Wichtig ist eine kontinuierliche Stromerzeugung. Wenn es zu vorübergehenden Kraftwerksstillständen kommt (Beispiel: Müllverbrennungsbetrieb verbrennt diskontinuierlich Müll zur Stromerzeugung), handelt es sich nicht um ein Kraftwerk mit dem Hauptzweck der Stromerzeugung.

    Umspannwerk:
    Strom, der in Verbindung mit dem Betrieb solcher Transformatoren entnommen wird (auch Hilfsenergie genannt) und z. B. für Heizung, Pumpen, Motoren, Lüfter, automatische Aufbereitung von Trockenmitteln und die Antriebs- und Steuerspannungen benötigt wird, wird daher ausschließlich im Zusammenhang mit der Spannungsumwandlung von Strom und nicht zu dessen Erzeugung entnommen. Dieser Strom ist daher nicht von der Steuer befreit.

    Keine Stromsteuer fällt hingegen für Umspann- und Leitungsverluste an. Demgegenüber steht: „Bei der Entnahme von Strom in Umspannungswerken zu Heizzwecken, zur Beleuchtung, zur Anlagensteuerung und zum Aufladen von Batterien sowie in Revisionszeiten und bei Baumaßnahmen handelt es sich nicht um Leitungs- oder Umspannverluste. Vielmehr wird der Strom durch eine von entsprechendem Willen getragene menschliche Handlung einer eliminierenden Nutzung zugeführt. Daher entsteht die Stromsteuer nach § 5 Absatz 1 Satz 1 StromStG durch den Eigenverbrauch des Netzbetreibers als Versorger oder durch die Entnahme durch den Netzbetreiber als Letztverbraucher.“

    BHKW:
    Ist der Hauptzweck des BHKW die Stromerzeugung, so ist der verwendete Strom steuerfrei.
    Es wäre zu prüfen wie es sich verhält, wenn der Hauptzweck die Wärmegewinnung darstellt, da es auch hier zu einer Stromerzeugung kommt.

    Praxishinweis:
    Unternehmen werden darum gebeten, zu prüfen, welche Prozesse (die in Vergangenheit steuerbefreit waren) nun steuerpflichtig sind.

    Zudem gibt es seit 01.07.2019 die Neuerung über §12a StromStV, dass u.a. für Sonnenenergie- und KWK-Anlagen Pauschalen seitens des Gesetzgebers festgelegt wurden. Die Pauschalen orientieren sich an der im jeweiligen Zeitraum erfolgten Bruttostromerzeugung der Stromerzeugungsanlage (erzeugte elektrische Arbeit, gemessen an den Generatorklemmen). Auch hierfür gibt es wieder (neue) Zollformulare. Sollte also der Aufwand zu groß sein/es nicht technisch möglich sein, Strom zur Stromerzeugung herauszumessen, kann künftig mit diesen Pauschalen gearbeitet werden (man muss erst voll Steuer leisten und kann sich im Nachhinein die Pauschalen steuerlich entlasten lassen).

  • August 2019Gesetzentwurf Gebäudeenergiegesetz (GEG)

    Zum 29.05.2019 wurde der aktuelle Gesetzentwurf zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) veröffentlicht. Damit ist es nach den Entwürfen von 01/2017 und 11/2018 bereits der dritte Anlauf, der europäischen Anforderung über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden von 2010 zu entsprechen.

    Das Ziel des GEG ist die Zusammenführung von Energieeinsparverordnung (EnEV), Energieeinspargesetz (EnEG) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zu einem Gesetzestext. Dadurch soll der Bürokratieaufwand beim Gebäudebau sinken und zugleich ein wichtiger Schritt zur Erreichung des klimaneutralen Baubestands bis 2050 und der Klimaziele bis 2030 gegangen werden.

    Das Gesetz besteht aus insgesamt 113 Paragraphen sowie zehn Anlagen und unterteilt die Anforderungen immer wieder zwischen Wohn- und Nichtwohngebäuden sowie Neubau und Bestandsgebäuden.

    Das GEG fußt auf der Berechnung und Reduktion des Primärenergiebedarfs, den bestmöglichen Wärmeschutz und möglichst energieeffizienter Anlagen sowie der Nutzung von erneuerbaren Energien. Um die Einhaltung der Anforderungen zu diesen Themen zu gewährleisten, stehen den Unternehmen sowohl energetische Berechnungen als auch weiterhin das Modellgebäudeverfahren als Nachweismöglichkeiten zur Verfügung.

    Neu ist, dass gebäudenah erzeugter erneuerbarer Strom und Biomethan sowie moderne Wärmeerzeugungsanlagen mit neuen Regeln für den Primärenergiebedarf angerechnet werden können. Die Nutzung von synthetischen Gasen und Wasserstoff sind jedoch weiterhin vom Gesetz nicht thematisiert.

    Insbesondere für den Energieausweis ergeben sich einige Änderungen. So sind die CO2-Emissionen des Gebäudes nun in diesem mit aufzunehmen. Zudem gibt es strengere Sorgfaltspflichten sowohl für den Betreiber / Besitzer des Gebäudes bei der Bereitstellung der Daten für den Aussteller des Energieausweises als auch für den Aussteller selbst.

    Gestärkt werden innovative Quartierslösungen zur gemeinsamen Erfüllung der Anforderungen mehrerer Gebäude durch eine Einführung einer Innovationsklausel bis 2023.

    Ansonsten bündelt das Gesetz die Anforderungen aus den drei zu ersetzenden Rechtstexten und verweist viel auf die entsprechenden zugehörigen DIN-Normen, die für die jeweiligen Bereiche maßgebend sind. Es kann festgehalten werden, dass die Anforderungen für Neubauten und Bestandsgebäude, so wie auch im Koalitionsvertrag festgehalten, anhand des Entwurfes nicht verschärft werden würden.

    Da dies im Kontext der aktuellen Klimazielerreichung einigen Interessengruppen nicht weit genug geht bleibt abzuwarten, ob nicht doch noch beispielsweise der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit geändert oder die energetischen Anforderungen an Neubau und Bestand verschärft werden.

  • August 2019„Stromsteuer-Gesetz: Stationäre Batteriespeicher gelten als Teil des Versorgungsnetzes"

    Bisher konnten stationäre Batteriespeicher lediglich nach erfolgter Antragstellung als Teil des Strom-Versorgungsnetzes laut Stromsteuergesetz zugelassen werden um eine Stromsteuerpflicht bei der Entnahme zu vermeiden. Diese stromsteuerrechtliche Festlegung wurde nun zum 01.07.2019 geändert. Seit diesem Datum gelten stationäre Batteriespeicher auch ohne Antrag nach § 5 Abs. 4 StromStG prinzipiell als Teil des Versorgungsnetzes, wenn sie dazu dienen, Strom vorübergehend zu speichern und anschließend in dieses Versorgungsnetz einzuspeisen. Das Antragsverfahren entfällt damit. Bereits eingereichte Anträge haben zudem weiterhin Bestand, soweit die Voraussetzungen an die Beschreibung der Batteriespeicher-Nutzung erfüllt sind.

    Des Weiteren sind seit 01.07.2019 Versorger, die Batteriespeicher für ihre Zwecke nutzen, nach § 2 Abs. 2 Nr. 5 StromStV dazu verpflichtet, eine Beschreibung der Speicher sowie deren Nutzung und die Verträge im Zusammenhang mit der Nutzung der Speicher bei der zuständigen Behörde vorzulegen.

    Quelle: Generalzolldirektion

  • Juli 2019„Neue Merkblätter zum Förderprogramm „Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft“ veröffentlicht

    Das am 01.01.2019 gestartete Förderprogramm mit dem Namen „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ wurde kürzlich in „Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft“ umbenannt. Die entsprechenden rechtlichen Grundlagen, Begriffsbestimmungen und Rahmenbedingungen für Fördermaßnahmen wurden in einer Richtlinie veröffentlicht im Bundesanzeiger veröffentlicht.

    Das Programm ordnet förderfähige Energieeffizienz-Maßnahmen weiterhin in vier Module ein:
    Modul 1: Querschnitttechnologien
    Modul 2: Prozesswärme aus Erneuerbare Energien    
    Modul 3: MSR, Sensorik und Energiemanagement-Software
    Modul 4: Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen

    Zu den Antrags- und Abrechnungsmodalitäten für Zuschüsse und Kredite wurden sowohl neue Merkblätter von Seiten der KfW als auch vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) veröffentlicht. Diese können auf der Website der KfW bzw. auf den Internet-Seiten des BAFA heruntergeladen werden.“

     

  • Juli 2019Aktuelles über die Ausstattung von Dienstwagen

    Autos sind in der Arbeitswelt alltäglich. Gesetzliche Anforderungen und umfangreiche Serienausstattungen lassen kaum Wünsche offen. Doch ist wirklich alles Nötige vorhanden?

    Der Stand der Technik ermöglicht viele Assistenzsysteme. Welche gebraucht werden, hängt vom Einsatzzweck des Fahrzeugs ab. Bei der Auswahl eines Kraftfahrzeugs spielen die zu bewältigenden Transportaufgaben, Personenzahl und die gewünschten Fahrleistungen eine zentrale Rolle. Besteht darüber hinaus der Bedarf an speziellen Zubehörteilen wie Werkstattausbauten für den Kastenwagen oder einem Dachträger zum Leitertransport, so bieten die Fahrzeugausstatter maßgeschneiderte Lösungen für die gängigen Branchen an.

    In der Gefährdungsbeurteilung hat der Unternehmer die mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen für die Beschäftigten zu ermitteln und entsprechende Schutzmaßnahmen festzulegen. Dabei ist der Stand der Technik zu beachten. In der Gefährdungsbeurteilung ist daher festzulegen, über welche Ausstattung ein Firmenfahrzeug verfügen muss.

    Die Serienausstattung umfasst in fast allen Fahrzeugklassen Ausstattungsdetails wie Airbags für Front- und Seitenschutz, Brems- und Fahrstabilitätsregelungen wie ABS und ESP sowie ausreichenden Komfort für Fahrer und weitere Insassen. Für heutige Fahrzeuge wird dazu eine Vielzahl von Ausstattungsfeatures angeboten, die das Fahren sicherer machen können. Sicherlich ist es nicht immer notwendig, alle angebotenen Systeme auszuwählen. Im Folgenden eine Auflistung weiterer ggfs. nützlicher Hilfen.

    1. Toter-Winkel-Assistent
    Das System detektiert durch einen Sensor, ob sich Fahrzeuge seitlich befinden und warnt durch ein gelbes Blinklicht im Seitenspiegel vor dem Spurwechsel.

    2. Abstandsregel- und Bremssysteme
    Ein Abstandsregeltempomat hält automatisch den erforderlichen Abstand zum Vordermann ein – beim Fahren und wenn der Vordermann bremst. Einfache Abstandswarner warnen bei Unterschreiten des Mindestabstands nur akustisch. Ein reiner Notbremsassistent verhindert nur das Auffahren – ohne jedoch den Komfort des Abstandsregeltempomaten zu bieten. Ein Citynotbremsassistent dient dazu, Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern und im Speziellen mit Fußgängern zu vermeiden.

    3. Einparkhilfen
    Die Bauform heutiger Fahrzeuge erschwert die Übersichtlichkeit. Ultraschalleinparksensoren helfen Hindernisse zu erkennen. Eine Rückfahrkamera zeigt darüber hinaus die konkreten Verhältnisse hinter dem Fahrzeug. Selbstständige Einparksysteme bieten den größtmöglichen Komfort.

    4. Lichtsysteme
    Halogenlicht ist heute nicht mehr Stand der Technik. Xenon-, LED- und Laserlichtsysteme bieten eine deutlich erhöhte Lichtausbeute. Ein maskiertes Dauerfernlicht erlaubt es auch bei vorausfahrenden Fahrzeugen oder Gegenverkehr, das Fernlicht anzulassen, ohne andere zu blenden. Ein reiner Fernlichtassistent schaltet lediglich bei Gegenverkehr auf das Abblendlicht um.

    5. Navigation
    Ein Navigationssystem entlastet den Fahrer bei der Routenführung. Als erste Wahl sind dabei fest eingebaute Systeme anzusehen, die ab Werk bestellt werden können oder als Nachrüstlösung erhältlich sind. Mobile Navigationssysteme lassen sich im Fahrzeug montieren und mit einem direkten Anschluss an das Bordnetz nachrüsten. Saugnapfhalterungen an der Windschutzscheibe sind wegen der Sicht- und Bewegungsbehinderungen untauglich. Ein Smartphone darf auch als Navigationssystem beim Fahren nicht in die Hand genommen werden.

    6. Ergonomischer Fahrersitz
    Seriensitze in Kraftfahrzeugen bieten nur einen Mindeststandard an Komfort und ergonomischer Anpassung. Oftmals ist gegen Aufpreis ein ergonomischer Sitz oder eine Lordosenstütze bestellbar. Ein ergonomischer Nachrüstsitz bietet optimalen Schutz des Rückens. Eine Sitzheizung hilft, die Rückenmuskulatur zu entspannen.

    7. Freisprecheinrichtung
    Prinzipiell ist zu überlegen, ob das Telefonieren während der Fahrt überhaupt gestattet werden soll. Wenn beim Fahren telefoniert werden muss, ist eine Freisprecheinrichtung notwendig. Systeme mit Lautsprecher- und Bluetooth-Funktion, entweder ab Werk oder zum Nachrüsten, sind Stand der Technik. Als Mindestlösung bietet sich ein kabelloses Headset an. Kabelgebundene Kopfhörer werden als nicht tauglich angesehen.

    8. Feuerlöscher und Erste-Hilfe-Material
    In gewerblich genutzten Fahrzeugen sind Warnwesten für jeden Sitzplatz mitzuführen, während die Straßenverkehrsordnung nur eine Warnweste für den Fahrer fordert. Ein Feuerlöscher hilft, Entstehungsbrände zu bekämpfen. Beim Verbandskasten ist auf das Ablaufdatum von Verbandmitteln zu achten.

    9. Ladungssicherung
    In Kombifahrzeugen ist bei Beladung der Laderaum durch eine Laderaumabdeckung oder ein Sicherheitsnetz vom Fahrgastraum abzutrennen. Eine passgenaue Laderaummatte/-wanne mit Gummibeschichtung bietet elementaren Grundschutz gegen das Verrutschen von Ladungsteilen, der durch den Einsatz von Zurrmitteln noch verbessert werden muss. Die richtige Handhabung der Zurrmittel ist in der Unterweisung zu vermitteln. Auf das Vorhandensein von Zurrösen ist zu achten.

    10. Verkehrszeichenbeobachter
    Kamerasysteme beobachten die Verkehrszeichensituation und geben dem Fahrer Informationen zu Tempobeschränkungen und Überholverboten. Neue Systeme senden die Informationen an den Tempomaten.

    Quelle: Ulrich Skowronek BG ETEM

  • Juli 2019Stress und Pausen - Worauf zu achten ist

    Stress entsteht, wenn wir uns unter Druck gesetzt fühlen, von einer oder gar mehreren Seiten, und wenn wir glauben nicht mehr zurechtzukommen. Menschen, die ausgeglichen sind, können mit Stress positiv umgehen. Dies funktioniert umso besser, je eher wir die Warnzeichen für Stress erkennen und lernen, damit umzugehen. Diese sieben Tipps helfen Ihnen bei Stress im Job.

    Tipp 1: Ändern Sie die Dinge, die Sie ändern können.
    Stress baut sich Zug um Zug auf. Deshalb kann es schon helfen, wenn Sie die Stressfaktoren bei der Arbeit identifizieren. Die, die Sie ändern können, sollten Sie auch gleich ändern – selbst wenn es sich nur um vermeintliche Kleinigkeiten handelt, zum Beispiel den Arbeitsplatz ordentlich zu halten.

    Tipp 2: Setzen Sie sich und anderen klare Grenzen.
    Am Ende Deines Arbeitstages sollten Sie nicht mehr an die Probleme bei der Arbeit denken. Nur wenn Sie sich richtig erholen und gut schlafen können, sind Sie am nächsten Tag wieder fit für die Arbeit. Deshalb sollten Sie hier konsequent sein. Es ist hilft auch nicht, die Probleme nach der Arbeit mit Kollegen, Freunden oder der Familie immer wieder hin- und her zu wälzen. Setze Sie sich eine Grenze zwischen Arbeit und Freizeit!

    Tipp 3: Organisieren Sie ihren Tagesablauf.
    In Stresssituationen weiß man oft nicht mehr, was man als Nächstes tun sollte. Wenn Sie fürchten, nicht alle Aufgaben erledigen zu können, beginnen Sie einfach mit der, die gerade auf Sie zukommt. Planen Sie ihren Tag. Denn in einer halben Stunde intensiver und gut organisierter Arbeit erreichen Sie mehr, als wenn Sie eine Stunde im Chaos „herumwuseln“.

    Tipp 4: Machen Sie bewusste Pausen (siehe auch Artikel „Richtige Gestaltung von Pausen“).
    Versuche Sie nicht, die Anspannung mit Hilfe von Alkohol, Nikotin oder Essen zu lösen. Ein Spaziergang um den Block oder ein paar tiefe Atemzüge können schon helfen, einen klaren Kopf zu bekommen. So ist es leichter, zur Ruhe zu kommen und neue Perspektiven zu entwickeln.

    Tipp 5: Ändern Sie ihre Erwartungshaltung.
    Stress kommt teilweise aus Ihnen selbst heraus, wenn Sie zum Beispiel zu viel von sich verlangen. Überprüfen Sie ihre eigene Erwartungshaltung und orientieren Sie sich an Zielen, die Sie und ihre Kollegen bei der Arbeit auch tatsächlich erreichen können.

    Tipp 6: Sagen Sie zu sich „Stopp“ und denke Sie nach.
    Je mehr Sie sich bei einer Aufgabe unter Druck setzen, desto geringer ist die Chance, dass Sie diese auch schaffen können. Wie gestresst Sie sich auch fühlen: Nehmen Sie sich etwas Zeit und versuchen Sie, Abstand zu gewinnen. Betrachten Sie die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln und planen Sie erst dann ihren nächsten Schritt. Lernen Sie „Nein“ zu sagen, wenn Sie in solchen Stresssituationen zusätzliche Arbeiten erhalten sollten.

    Tipp 7: Lernen Sie zu reden.
    Habe Sie keine Angst davor, mit Kollegen zu sprechen oder nach Hilfe zu fragen. Das ist kein Zeichen für Versagen, sondern ein Zeichen für gute Teamarbeit.

    Richtige Gestaltung von Pausen

    Krank zur Arbeit, immer erreichbar, regelmäßige Überstunden, Arbeiten am Limit ist für manche Beschäftigte All­­tag. Um alle Aufgaben zu schaffen, wird die Mittags­­pause nicht selten am Schreib­­tisch verbracht und die Arbeits­­zeit intensiviert. Wer sein Arbeits­­tempo erhöht, verzichtet oft auch auf den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie die gegen­seitige Unter­­stützung im Team. Auch der eigene Anspruch an die Qualität der Arbeit kann nur noch teil­­weise erfüllt werden. Wird zusätzlich regel­­mäßig auf Erholungs­­pausen verzichtet, kommt es vermehrt zu Fehlern, und die Gesund­heit leidet. Daher ist eine gesunde Pausen­­kultur im Unter­­nehmen äußerst wichtig! Und … Pausenzeiten sind gesetzlich geregelt: Wer länger als sechs Stunden arbeitet, muss mindestens 30 Minuten Pause machen. Bei mehr als neun Stunden Arbeitszeit sind mindestens 45 Minuten vorgeschrieben. Für Jugendliche gelten abweichende Regelungen.

    Tipp 1: Bedeutung von Pausen erkennen
    Pausen sind keine vertane Zeit, sondern haben viele wichtige Funktionen, die sich positiv auf die Leistungs­fähig­keit der Beschäftigten auswirken können und zu einer qualitativ hoch­wertigen Arbeit beitragen. Zum einen dienen sie der Erholung: In der Pause sollen Beanspruchungen aus voran­gegangenen Tätigkeiten ausgeglichen und es soll neue Energie getankt werden. Zum anderen dienen Aus­zeiten dazu, die Arbeit zu gliedern, sich auf wechselnde Aufgaben einzustellen oder gedanklich von der Arbeit abzuschalten. Wer seine Pausen einhält, kehrt mit einem frischen Geist und neuen kreativen Ideen zurück an den Schreib­tisch. Auch die soziale Funktion von Pausen, in denen man sich mit seinem Team austauscht, ist nicht zu unter­schätzen. Wer seine Pause ausfallen lässt, schadet sich und seiner Gesundheit.

    Tipp 2: Pausen­kultur vorleben und unter­stützen
    Führungskräften kommt beim Thema Pause eine besondere Rolle zu. Einer­seits sollten sie als Vor­bild selbst auf die Einhaltung von Pausen und deren gesund­heits­förderliche Gestaltung achten und dies ihren Beschäftigten gegen­über vorleben. Anderer­seits kann eine Führungs­kraft ihre Mit­arbeiterinnen und Mit­arbeiter auf­fordern, auch tatsächlich Pausen zu nehmen. So wird nach­drücklich vermittelt, dass Pausen wichtig für die Leistungs­fähig­keit sind und somit zum Unter­nehmens­erfolg beitragen. Ein gezielter Austausch mit den Beschäftigten im Team über das Thema Regeneration kann zudem helfen, eine gemeinsame leistungs­fördernde Pausen­kultur zu entwickeln.

    Tipp 3: Eigenes Arbeits­pensum hinter­fragen
    Ist die Intensivierung Ihrer Arbeit ein Dauerzustand? Sind Pausen in Ihrem Arbeits­alltag eine Selten­heit? Dann sollten Sie sich Gedanken über das selbst gewählte oder vorgegebene Arbeits­pensum machen. Sind die Ziele zu hoch gesetzt und ist es unrealistisch, diese in der vorhandenen Arbeits­zeit zu erreichen, ist offene Kommunikation gefragt. Beschäftigte sollten dies unbedingt rückmelden und gemeinsam mit der Führungs­kraft die Ziele besprechen und sie gegebenen­falls anpassen. Manchmal hilft es auch schon, gemeinsam Prioritäten zu setzen und sich auf die erwartete Qualität zu verständigen. Wenn das nicht funktioniert, sollte man sich selbst bewusst machen, wie wichtig die eigene Gesundheit ist, und lernen, an mancher Stelle auch mal Nein zu sagen. Denn wer sich gut abgrenzen kann und recht­zeitig Stopp­signale sendet, beugt Über­lastung am Arbeits­platz vor. Diplomatisch und erfolg­reich Nein sagen kann man lernen.

    Quelle: Zusammenfassung der Artikel von BGHW / VBG-Arbeitspsychologin Elisa Bradtke / BGW